Freitag, 14. August 2009

Internationale Orientierungswoche



Jetzt hab ich endlich wieder Zeit mich zu melden und die letzten 2 Wochen zusammenzufassen.
Vor der Orientierungswoche habe ich mit einem Chilenen fuer ca. 7 Tage zusammengewohnt. In dieser Apartmentanlage wohnen ausserdem noch weitere Fulbright Studenten aus Suedamerika so das immer jemand zum kochen, Fahrrad fahren oder reden da war. Um mich bei den Suedamerikanern zu bedanken habe ich und jetzt kommts Schnitzel gekocht. Ist mir denk ich nach einigen Schwierigkeiten letztendlich gut gelungen und alle waren zufrieden.

In der ersten Woche in Lawrence war ich ausserdem viel mit dem Fahrrad unterwegs und habe ein paar Sachen in der Uni erledigt. An einem schwuelen Nachmittag ist mir die Idee gekommen, dass ich doch mal joggen gehen koennte, was ich nach 30 min bei 35 Grad bitter bereut habe. Als ich wieder zuhause angekommen bin war mir leicht schwindelig.

Und jetzt zur Orientierungswoche. Als ich beim Studentenwohnheim angekommen bin hab ich erstmal ca. 100 Chinesen gesehen die alle einchecken wollten. Insgesamt haben 300+ internationale Studenten an der Orientierungswoche teilgenommen. Die deutschen Studenten sind nach der enormen Masse an Asiaten die zweitgroesste nationale Gruppe. Am ersten Tag habe ich uebrigens auch die Leiterin der Orientierungswoche getroffen, die wie der Zufall es so will aus Rosstal kommt. Sie heisst Anne Stahr und vom sehen her hab ich sie schon gekannt.

Mein spartanisches Zimmer habe ich mir uebrigens mit einem Chinesen geteilt, der Guangdong heisst und dessen englischer Name Darwin ist. Nun ein paar Details zum Studentenwohnheim, indem ich jetzt Gott sei Dank nicht mehr wohnen muss. Das Bett war ein Stockbett und immer wenn man sich bewegt hat, hat es fuerchterliche Geraeusche von sich gegeben, so dass mein Schlaf in der ersten Nacht gegen 0 konvergiert ist.Ich wuensche den Studenten viel Spass die dort ein Jahr leben muessen.

Waehrend der Orientierungswoche hatten wir viele Infoveranstaltungen, die mal mehr mal weniger interessant waren. Die wichtigen waren Gesundheitscheck und der Englischtest. Gestern musste ich den Englischtest machen, welcher 4,5 Stunden gedauert hat. Er war aber leichter als der TOEFL-Test, dennoch habe ich im Writing-Teil ein eher schlechts Gefuehl, da ich meine Argumente immer gleich aufgebaut habe.Naja bin ja Mathestudent und ich hoffe die nehmen mir das nicht uebel. Im schlimmsten Fall muss ich uebrigens einen Sprachkurs belegen.

Waehrend der Orientierungswoche habe ich ausserdem folgende Sportarten ausprobiert: American Football, Tischtennis gegen Chinesen, Kopfballtischtennis, Fussball, Jogging. Am lustigsten war es ein paar deutschen Maedels und danach ein paar Asiaten Kopfballtischtennis beizubringen. Ausserdem war ich erstaunt, dass ich im Tischtennis, nach kleiner chinesischer Technikschulung, einige Chinesen besiegen konnte.

Gestern war ich auf der Fulbright-Hausparty auf der ich einige Fulbrighter aus verschiedenen Nationen kennengelernt habe. Ausserdem haben wir einige Gegenstaende fuer unsere Wohnungen geschenkt bekommen. Ich habe folgendes bekommen: Matraze, Waeschekorb, Glaeser, Teller, Lampe, Buegeleisen bekommen.

Heute habe ich meinen zweiten Mitbewohner getroffen, Jarryd, 23 Jahre, Geschichtsstudent. Meine Mitbewohner und ich waren heute zusammen in der Mensa essen und haben uns ein bisschen unterhalten.

Am Abend steht noch die Abschiedsparty der Orientierungswoche an. Morgen werde ich bei einigen Garagenverkaeufen vorbeischauen und an der Uni-Hausparty teilnehmen, wo man sich alle Moebel nehmen darf die man kriegen kann. Ein erfahrener Student hat mir erzaehlt, dass es morgen Krieg um die Moebel geben wird;-) Angeblich sollen sich die asiatischen und indischen Studenten zu einer Streitmacht formieren und alles nehmen was sie kriegen koennen. Bin mal gespannt, ob ich dagegenhalten kann.

Morgen ziehe ich, nach dem 5. Umzug in den USA, auch endlich in mein Haus ein. Von dort meld ich mich dann wieder, wenn ich Internetanschluss habe.

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