Dienstag, 18. Mai 2010

Bilanz der letzten 10 Monate hier

In 40 Minuten ist es soweit, Lawrence wird nicht mehr meine Heimat sein. Ich bin jetzt irgendwie schon traurig, weil ich ein super tolles Jahr hier hatte. Es muss ja zumindest so interessant gewesen sein, dass ich einige Blogeinträge füllen konnte und ich hab bei weitem nicht alles erzählt.
Jetzt noch kurz zu meinem chaotischen Kofferpacken. Ich habe bis heute früh 6 Uhr Koffer gepackt. Hatte leider ein paar Gewichtsprobleme, so dass ich noch ein Spontanpäckchen nach Deutschland schicken musste. Jetzt hoffe ich nur das alles ankommt, die Packete, meine Koffer/Gepäck und ich. In zwei Wochen ist es dann wohl soweit und ihr werdet mich wiedersehen.
Vorher gehts für mich noch mit Christopher auf Roadtrip zu den Niagara-Fällen, nach Boston, New York und in den Six-Flag-Freizeitpark. Bin mal gespannt mit wieviel Geld ich da noch heimkomme.
Ich möchte mich für meine eventuell komische Schreibweise entschuldigen, da ich letzte Nacht aufgrund des Packens nur 2,5 Std geschlafen habe. So mein Flieger geht demnächst und ich sollte mal die letzten Sachen in den Koffer werfen.
Tschüss, bis bald.

Samstag, 17. April 2010

Zusammenfassung des zweiten Semesters

Ich schäme mich ja fast schon, dass ich so lange schon nichts mehr in meinen Blog geschrieben habe. Tut mir Leid.
Zusammenfassung:

Akademisches:
Dieses Semester höre ich 4 Kurse:
Komplexe Analysis
Numerik Partieller Diff'gleichungen
Finite Elemente Methode mit Zeitabhängigkeit (beim Drillsergeant;-)
Tenniskurs

Die Kurse sind in diesem Semester nicht so arbeitsaufwendig, da der Drillsergeant das gleiche wie im letzten Semester erzählt. Ich hab in dem Kurs mit minimalem Lernaufwand sehr gute Ergebnisse erzielt. Die anderen zwei Kurse sind ok und in einem bin ich stofflich leider ein bisschen hinterher, dazu später mehr.

Sport:
Dieses Semester fahre ich wieder Wakeboard, obwohl ich bisher erst einmal am See war. Ist im Moment zwar sehr warm aber windig, und das macht das Wakeboarden schwer. Außerdem spiele ich zweimal die Woche Tennis in meinem Kurs. Traditionell gehört natürlich noch das Racquetball spielen mit Jarryd am Sonntag Nachmittag dazu.
Im März war es dann auch endlich soweit, unsere Basketballmannschaft hat am Turnier um die nationale Meisterschaft teilgenommen. Sie waren haushocher Favorit, da sie fast das ganze auf Nummer eins der Rangliste standen. In der zweiten Runde kam dann auf einmal das Spiel gegen Northern Iowa, eine Uni die in einer eher weniger bekannten Liga spielt. Leider machte Iowa das Spiel ihres Lebens und die Jayhawks verloren mit einer unterdurchschnittlichen Leistung. Die ganze Uni war für ein paar Tage sehr geschockt, da man eigentlich schon die große Meisterparty am 05. April eingeplant hatte. So konnte dieses Jahr leider Duke den Titel holen, obwohl unsere Mannschaft das ganze Jahr sehr souverän gespielt hat. Das ist halt auch manchmal Sport.

Party:
Ich bin natürlich auch immer noch auf Partys unterwegs, aber nicht mehr so oft wie im ersten Semester. Man hat halt doch alles schonmal gesehen. Natürlich bin ich wieder auf Hauspartys und in ein paar Clubs in Lawrence unterwegs.
Um die Partylandschaft ein bisschen aufzubessern habe ich bei uns im Haus eine David Hasselhoff Party zu meinem Geburtstag veranstaltet. Wir haben dazu unser ganzes Haus mit David Hasselhoff Bilder zugekleistert und natürlich sein Lieblingsbier PBR gekauft;-) Bin dann noch schnell zu einem Second-Hand-Laden gefahren um mir die passende Lederjacke zu kaufen. Und fertig war meine eigene Hausparty.



Besuche:
Christopher hat sich im Februar in die Provinz Kansas aufgemacht, um das pulsierende Leben bei uns auszutesten. Ich habe ihm dann mal ein Lawrence typisches Wochenende mit 2 Hauspartys + Dance Dance Revolution spielen + Racquetball gezeigt. Dank Christopher sind meine Roommates auch wieder in den Genuss von Schnitzeln gekommen, was ihnen natürlich wie immer sehr gemundet hat.
Später hat mich dann auch noch Lisa für ein Monat besucht. Wir haben einen entspannten Monat mit Las Vegas, Fitnessstudio, Partys, Gartenarbeit und natürlich mit meiner Ausbildung zum Koch verbracht. Das Wetter hat in dem Monat von viel Schnee auf 27°Grad gewechselt.



Reisen:
Ich wurde von Fulbright zum Enrichment Seminar nach San Francisco eingeladen und habe dort ein verlängertes Wochenende verbracht. Wir waren glaube ich Studenten aus insgesamt 100 Nationen *Vermutung meinerseits* und haben dort eine Präsentation zum dem Umwelt erstellen müssen. Außerdem wurden wir am Samstag morgen zu "freiwilliger" Arbeit gezwungen. Ich musste in einem Nationalpark Pflanzen setzen. Da wir aber soviele Leute waren hat das nicht lange gedauert und wir haben den Rest der Zeit am Strand mit Bilder machen verbracht.
Dazu eine kleine Geschichte. Ich wollte natürlich ein schönes Meerbild von mir haben, also habe ich meinen indischen Zimmergenossen gebeten ein Bild von mir zu machen. Ich bin also schön nah ans Meer ran, damit ich einen schönen Hintergrund habe. Als ich mich umgedreht hatte hat mich auf einmal eine große Welle von hinten erwischt und mir die komplette Hose nass gemacht. In dem Moment hat der Inder auch natürlich das Foto geschossen;-)
Das Seminar wurde dann mit einer Bootsfahrt unter der Golden Gate Bridge und der Bay Bridge beendet.



Mein zweite Reise ging dann mit Lisa nach Las Vegas. Dort haben wir im Hotel Excalibur eine Art Burg gewohnt. Außerdem hab ich jetzt endlich den Grand Canyon sehen können. War schon sehr beeindruckend, obwohl der Trip insgesamt 15 Stunden gedauert hat.
Mit Lisa hab ich mir dann auch noch eine Show vom Circque du Soleil Zumanity angeschaut, welche eine sehr schöne Akrobatik Show war. Am nächsten Tag habe ich dann auch zum ersten Mal in meinem Leben eine Handfeuerwaffe geschossen. Man konnte in dem Waffenladen auf Ziele wie Osama Bin Laden oder andere Terroristen schießen.
Wir konnten auch den St. Patricks Day zusammen genießen, welcher als irischer Feiertag auch in den USA großen Anklang findet. Jeder läuft dort mit grünen Accessoirs auf der Straße herum. In Las Vegas war außerdem Traumwetter, so um die 25 Grad. Kaum nimmt man den Flieger wieder heim nach Kansas begrüsst einen auf einmal der Schnee. Wir hatten nach 2 Tagen auf einmal einen halben Meter Schnee.




Jetzt brechen für mich die letzten Wochen in Kansas an. Ich hab nur noch einen Monat hier und dann gehts auf Roadtrip zu den Niagara Fällen, nach Boston und nach New York.
Freu mich schon euch alle wieder zu sehen, auch wenn es sicher ein komisches Gefühl sein wird, da ich hier auch einige Freunde gefunden habe.

Montag, 25. Januar 2010

Las Vegas

Nun zur letzten Station des Roadtrips, der wohl spaßigsten Stadt Welt, Las Vegas. Als angekommen sind haben wir natürlich gleich unsere Anzüge angezogen und uns ins Nachtleben gestürzt. Der Christopher wollte unbedingt ins Casino, so sind wir leider nicht in den Club gegangen wo David Guetta gespielt hat, was der Christopher nun sehr bereut. Im Casino haben wir zwei dann ein komisches Bild abgegeben. Gekleidet wie Millionäre an 1 Cent Slotmaschienen spielend. Uns war das egal, da solange man spielt einem kostenlos Getränke serviert werden. An den Slotmaschienen konnte man aber leider nicht wirklich Geld gewinnen, so das wir an dem Abend nur verloren haben. Egal, Vegas ist facettenreich. Also haben wir uns nach einem Abstecher zur Beer Pong Weltmeisterschaft zum Subway aufgemacht. Dort wollte uns ein netter Drogendealer gleich Drogen verkaufen, welche wir natürlich dankend abgelehnt haben. Ca. 5 Uhr nachts sind wir dann zurück ins Hotel. So wie es sicht gehört in Vegas.

Am nächsten Abend sind dann auch die immermüden Stefan und Kristine zu unserer Gruppe dazugestoßen. Diesen Abend haben wir dann genutzt, um eine Fahrgeschäfte auszuprobieren. Auf dem Stratosphere Tower (356 m) steht oben ein Free Fall Tower, der einen mit 4g in die Luft katapultiert und dann im freien Fall auf Vegas zurasen lässt. Außerdem stehen auf diesem hohen Turm noch ein Karussell und eine Fahrt über den Abgrund zur verfügen, welche wir natürlich gestaffelt alle ausprobiert haben. Stefan hat den Free Fall Tower brav über sich ergehen lassen und bei den anderen Fahrgeschäften dann den Job des Fotografen übernommen. An diesem Abend haben wir dann auch entdeckt, dass sich beim Roulette viel mehr Geld verdienen lässt, als an den doofen Slotmaschienen. Stefan hat an dem Abend glaube ich 30 Dollar gewonnen. Am nächsten Tag haben wir dann mal die Achterbahn um das New York Hotel ausprobiert, welche wirklich ganz gut war. Außerdem haben wir am Abend eine Zaubershow mit Lance Burton gebucht, welche dann eher durchschnittlich war.

Am nächsten Tag war es dann soweit, der große Trip über 4 Std zum Grand Canyon. Wir haben uns extra ein Auto gemietet und uns vom Concierge die Adresse geben lassen. Ins Navigationssystem eingegeben und schon gings los. Nach ca. 3,5 Std Fahrt haben wir auf einmal bemerkt, dass uns das Navi zu einer anderen Stelle am Canyon leitet. Egal haben wir uns gedacht, dass ist dann bestimmt weniger touristisch. Ca. 40 Meilen vor dem Canyon dann der Schock, die Straße ist wegen Schnee gesperrt. Na toll 4 Std Fahrt umsonst! Auf dem Rückweg haben wir dann noch ein paar Verzweifelungsfotos gemacht, die ihr sehen könnt.
Am letzten Tag haben wir uns dann nochmal durch die Buffets Las Vegas gefressen und ein paar Hotels angeschaut, z.B. Venetian (Nachbau Venedigs), Bellagio (wo wir eine Nacht verbrachten), Caesar's Palace. Am Abend sind wir dann noch in eine Eisbar gegangen, in welcher alles aus Eis war. Dort hat mich die Fotografin dann überredet ein paar schlüpfrige Bilder zu machen, welches ihr auch sehen könnt.
Insgesamt war habe ich in Las Vegas 5 Dollar gewonnen. Klingt jetzt wenig, aber im Vergleich steh ich noch sehr gut da. Dank dem Steffen hat Las Vegas nämlich doch noch Gewinn an uns gemacht;-) PS: Kristine hat am letzten Abend auch mal illegal gegambelt (gespielt) (Beweisfoto im Anhang).

Am nächsten Morgen hat sich unsere Reisegruppe dann nach einen wunderbaren Roadtrip in alle Himmelsrichtungen verstreut. Kristine, Stefan nach Nürnberg, Christopher nach Washington DC, Steffen und Melli in Las Vegas und ich zurück nach Lawrence.

So noch ein bisschen was zur aktuellen Situation in Lawrence. Die Uni hat wie ihr ja wisst begonnen. Ist noch nicht so stressig. Die DDR-Klasse haben ich verlassen, da ich keine Lust habe das ganze Semester auf Pfeilen herumzuspringen und sinnlose Arbeiten zu schreiben. Ansonsten bin ich natürlich immer noch regelmäßig auf Partys unterwegs. Letztes Wochenende war ich auf einer ganz speziellen, einer Unterwäsche Party. Ja genauso wie ihrs euch vorstellt, alle waren in Unterwäsche unterwegs. Hat mir ja nichts ausgemacht, da ich ja in Vegas schon ein bisschen geübt habe. Nächstes Wochenende ist dann das Partyhighlight zu Gast in der Oxford Road Mansion. Wir feiern eine David Hasselhoff Revival Party und meinen Geburtstag. Mal schauen wie unser Haus nach ca. 40 Partywütigen aussieht.
Den Blogeintrag hab ich leider ein bisschen lieblos geschrieben, da mein letzter, der wirklich gut war, dem Computer zum Opfer gefallen ist.

Aktuelle Meldung:
Unsere Basketballer haben heute den Rivalen Missouri aus der Halle geschossen. Wir haben mit über 20 Punkten Unterschied gewonnnen. Die Stimmung in der Halle war anfangs phänomenal. Am Anfang des Spiels wurde im ausverkauften Stadion 105 Dezibel gemessen. Gänsehautstimmung. Da kann ich nur sagen Rock Chalk Jayhawk (Kampfgesang unserer Uni).

Sonntag, 17. Januar 2010

San Diego

Und weiter gehts. Bei uns hat am Donnerstag das neue Semester angefangen. Ahhhh jetzt bin ich schon im 8. Semester. Wie schnell die Zeit vergeht:( Hatte am Freitag auch meine erste Dance Dance Revolution klasse und habe gleich im ersten Tanz ziemlich versagt. Überall sind diese Pfeile über den Bildschirm geschossen und ich hab versucht zu treffen was möglich ist. War alles ziemlich unkoordiniert, da ich ständig aus dem Gleichgewicht gekommen bin. Unsere Lehrerin der neue weibliche Drill-Sergeant hat sich glaube ich die Klinsmannsche Weisheit zum Ziel gesetzt. "Ich will euch jeden Tag ein Stück besser machen." Deshalb müssen wir auch zweimal einen 2-seitigen Bericht über unseren Fitnesszustand schreiben und was wir durch Dance Dance Revolution (DDR) verbessern wollen. Krank!
Jetzt endlich zu San Diego. Am 31. Dezember waren es ca. 22 Grad Celsius unglaublich oder. Ab jetzt haben wir einen neuen Stadtführer Josh bekommen, ein Freund von Melli, der in San Diego lebt. Josh hat uns dann alles mögliche empfohlen und gezeigt. Den Tag haben wir dann zum extrem-shoppen in einem großen Einkaufszentrum genutzt. Um 15:00 Uhr am Nachmittag hab ich dann die ersten Sylvesteranrufe bekommen. Danke an die Partycrew beim Marscho. War schon irgendwie komisch am Nachmittag angerufen zu werden. Wir mussten dann auch viel zu schnell schon weiter und auf unsere Sylvesteraktivitäten. Den Abend haben wir mit einem überragenden Essen in einem brasilianischen Restaurant gestartet, wo einem 16 verschiedene Fleischgerichte an den Tisch gebracht wurden. Sowas lässt sich ein Feinschmecker wie ich natürlich nicht entgegen ;-) Deshalb hab ich als einziger auch wirklich alles probiert. "Meat, meat, more meat!" Danach sind wir ein bisschen in der Innenstadt herumgelaufen, um dann die Entscheidung zu treffen, dass wir uns trennen, da es Melli und Kristine nicht so gut ging. Die zwei Mädels sind dann ziemlich früh schlafen gegangen und ich bin dann noch in eine Bar gegangen und hab mich auf das Feuerwerk um 24:00 Uhr vorbereitet. Pünktlich um Mitternacht standen wir dann draußen, alle jubeln, aber der Himmel bleibt dunkel. "Wieee die haben hier kein Feuerwerk, so ein Mist." Naja egal, wir sind dann noch ein bisschen durch die Straßen gelaufen und sind dann so gegen 2 zurück zum Hotel gefahren.
Am 1. Januar war dann Strandtag. Ja ihr hört richtig, ich war im Pazifik baden. War zwar wirklich kalt, aber als Wakeboarder macht das einem natürlich nichts aus;-) Bilder habe ich leider keine mit meiner Kamera gemacht, aber die werde ich euch demnächst nachreichen.
Am nächsten Tag gabs dann den ersten Abschied, Lisa hat sich auf den Weg nach New York gemacht. Außerdem haben wir uns auf den Weg ins Paradies gemacht, Las Vegas. Noch schön ein dicken Ami-Schlitten gemietet (Cadillac Escalade) und auf gehts in Spielerparadies. Wir haben dann auch leider so viel Sprit verbraucht wie vorher mit zwei Autos auf längerer Strecke, aber hauptsache der Christopher hatte seinen Spaß;-)

Montag, 11. Januar 2010

Los Angeles

Schon geht es wieder weiter in meiner Roadtripstory. In Los Angeles angekommen mussten wir unsere Mietwagen erst mal zum Flughafen zurückbringen, was eine ziemlich lange Fahrt war. Total übermüdet und mit den rücksichtslos fahrenden LAianern kämpfend, bin ich dann irgendwann völlig erschöpft wieder im Hotel angekommen.
Am nächsten Tag haben wir uns Hollywood vorgeknöpft. Dort haben wir uns eine Stadttour durch Hollywood und Beverly Hills (Viertel der Reichen und Schönen) gebucht. Ausserdem war noch eine Eintrittskarte für das Wachsfigurenkabinett Madame Tussauds dabei. Den Walk of Fame haben wir uns dabei auch gleich angeschaut. Leider war der Stern der Legende David Hasselhoff unauffindbar;-)
Außerdem hab ich den Fehler gemacht den Doppelgänger von Darth Vadder einfach so zu fotografieren. Er hat mich gleich auf den Fehler aufmerksam gemacht und mit Geldscheinen sein Gesicht verdeckt. Was das wohl heißen soll?!
Am Nachmittag dann die 2 stündige Fahrt mit einem offenen Kleinbus auf dem es leider extrem kalt war, da der Fahrtwind einem ständig um die Ohren gepfiffen ist. Krank geworden bin ich aber trotz Übermüdung nicht, Vitamintabletten sei Dank.
Insgesamt hatten wir in Los Angeles ein bisschen zu wenig Zeit um alles zu sehen. Vielleicht schau ich ja irgendwann nochmal vorbei, wenn ich reich und sch..., ach bin ich ja schon, geworden bin;-)
Am nächsten Tag gings dann mit dem Greyhound Bus nach San Diego, wo mich ein Betrüger noch um 10 Dollar genarrt hat. Er hat mir erzählt, dass sein Truck kaputt gegangen ist und er nach San Diego muss. Er hatte aber kein Geld mehr für das Ticket und so habe ich ihm 10 Dollar geliehen. Er ist dann aber nicht im Bus nach San Diego gewesen. Hat sich wohl ein 12-Pack Bier dafür gekauft, der Depp.
Oma viel Spaß beim abschreiben!

Sonntag, 10. Januar 2010

San Francisco

Hab mich leider schon lange nicht mehr gemeldet. Ich bin dann kurz vor Semesterende doch in Lernstress gekommen und hatte leider keine Zeit mehr. Dafür gibts ab jetzt aber eine Flut von Blogeinträgen, die ich ein bisschen aufteilen will.
Das erste Semester hab ich am 18. Dezember beendet. Die letzten zwei Wochen war ich aber ziemlich gestresst, weil ich zwei Prüfungen, eine Projektarbeit und eine Hausprüfung hatte. Die zwei Prüfungen habe ich eigentlich versaut, aber dennoch gute Noten bekommen. Da trifft doch meine Lebensweisheit aus Deutschland wieder zu: "Man muss sich einfach auf seine Mitstudenten verlassen können, dass sie noch schlechter als man selbst ist." Deshalb habe ich auch zu aller Überraschung in allen Fächern eine A (Note 1) bekommen.
Nun zum interessanten Teil dem Roadtrip durch Kalifornien und Vegas. Ab dem 21. Dezember haben wir (Lisa, Kristine, Stefan, Christopher, Melli, Steffen und ich) 6 Tage in San Francisco verbracht.
Am ersten Tag hat uns Christopher, unser Stadtführer, so einiges gezeigt. Wir sind mit der cable car, eine Art Straßenbahn die von Stahlseilen gezogen wird, durch die Stadt gefahren. Dabei haben wir Halt am Exploratorium, einem Mitmachmuseum, gemacht. Hat mir als Spielkind natürlich besonders gefallen ;-)
Später sind wir dann noch ins Schwulenviertel gefahren, wo wir dann auch ältere Männer händchenhaltend gesehen haben. War schon ein Erlebnis wert. Am späten Abend haben wir dann noch die Barlandschaft unsicher gemacht und uns ein paar (teure) Cocktails (16 Dollar) gegönnt. In dieser Nacht wurde ich mit unfairen Mitteln gezwungen, mein schönes Bärtchen abzurasieren. Hatte wohl ästhetische Gründe tzzz.

Am zweiten Tag ist dann die Gruppe aus Deutschland angekommen. Am Abend haben wir ihnen dann noch den Hafen gezeigt und sie den ersten amerikanischen In-and-out Burger genießen lassen. Die jetlaggeplagten sind dann auch ziemlich früh ins Bett, da die Reise doch anstrengend war.
Am dritten Tag haben wir uns am Vormittag die die Gefängnisinsel Alcatraz angeschaut. Von dort konnte man auch sehr gute Bilder auf die Stadt machen. Außerdem sind wir noch ein bisschen durch die Stadt getourt und haben uns die steilen Straßen angeschaut.
Am nächsten Tag haben sich die fitten Herren der Runde Fahrräder gemietet und sich auf zur Golden Gate Bridge gemacht. Die Tour hat dann 3 Stunden gedauert und wir haben währenddessen den Strand und einen tollen Aussichtspunkt gesehen. War auch schön nach dem ganzen Essen mal ein bisschen Sport treiben zu können. Am Abend habe ich Stefan versucht das schlechteste Bier der USA zu zeigen (Keystone Light). Ich musste ihn dann aber mit einem Budweiser Light vertrösten, welches wir dann mit einer Apres-Ski Party auf unserem Zimmer geleert haben. Apres Ski Hits 2009 sei Dank;-)

An den nächsten Tagen waren wir dann alle shoppen und haben uns dabei mit den Nach-Weihnachtsschnäppchen eingedeckt. Außerdem haben wir uns noch den Coit Tower angeschaut und sind durch Little Italy und Chinatown gelaufen. (für Oma: ein italienisches und ein chinesisches Viertel)
Am 28. Dezember haben wir uns dann zwei Autos gemietet und sind nach Los Angeles auf der berühmten Route 1 gefahren. Diese Küstenstraße ist landschaftlich und fahrerisch sehr schön, da sie sehr kurvig ist. Das haben wir mit unseren sportlichen Mietwagen auch genossen (Ford Mustang weit über 200 PS, Nissan Sentra ca. 175 PS). Nach 12 Stunden Reise sind wir dann in Los Angeles angekommen. Über Los Angeles erzähl ich euch dann im nächsten Blogeintrag.

Montag, 30. November 2009

Thanksgiving in Chicago

Ich bin wieder zurück aus Chicago. Aber nun mal von vorne. Jarryd und ich sind am Montag morgen um 6:00 Uhr mit dem Zug aufgebrochen. Am Bahnhof dann die ersten kleineren Überaschungen. In den USA gibt es keine freie Platzwahl, sondern man wird vom Zugpersonal auf die Plätze zugewiesen. Diese waren dann aber sehr bequem und mit wirklich viieeel Beinfreiheit. Ich hatte mir vorher vorgenommen die ganze Zugfahrt Hausaufgaben zu machen, was dein leider nicht geklappt hat da ich die Nacht vorher leider nur eine Stunde geschlafen habe. Wir wurden dann in Mendota vom Bahnhof von Jarryds Vater und seiner Freundin abgeholt. Die ersten zwei Tage haben wir dann in Rockfort (100.000 Einwohner) verbracht. Dort wurde ich auch von Jarryds Vater in ein deutsches Restaurant eingeladen. Naja ganz so deutsch war es dann doch nicht. Ich hab mir einen Kartoffelsalat bestellt und so eine Art Kartoffelsuppe bekommen. Das einzige was wirklich Deutsch war, war das Sauerkraut.
Am Mittwoch sind wir dann nach Chicago 1,5 Stunden entfernt gefahren und haben dort den ganzen Tag als Touris verbracht. In den Bildern seht ihr mehr. Das Highlight haben wir uns dann am Abend angeschaut und ich meine jetzt nicht das Hootersrestaurant, welches echt entäuschend war. Nein ich meine die Aussichtsplatform des höchsten Gebäude Chicagos (Sears Tower 442,3 Meter). Die Aussicht war wirklich beeindruckend und der Moment als ich auf den Glasboden getreten bin war wirklich Angst einflößend. Am Abend sind wir dann bei Jarryds Verwandten in einem Luxusapartment mitten in Chicago untergekommen. Am nächsten Tag war dann das Familienfest Thanksgiving angesagt. Wir waren ungefähr 19 Leute aus Jarryds Familie und haben uns den berühmten Truthahn gegönnt. War ein wirklich entspannter Tag mit Football im Fernsehen, Brettspielen und Wii.
Am Freitag dann das letzte Highlight in Rockfort, der Black-Friday. An diesem Tag gibt es in den Geschäften der USA sehr viele Rabatte und alle stürmen die Läden ab 5 Uhr am morgen. Es wird sogar vor den Einkaufszentren gezeltet. Wir wollten uns das aber nicht schon so früh antun und sind erst für 6:45 Uhr hingefahren und haben kaum noch einen Parkplatz in der riesigen Parkanlage gefunden. Hab dann auch wirklich ein paar Schnäpchen gefunden und für 100 Dollar folgendes eingekauft: Weste, Hose, Zip-Jacke, Pullover, 3 Playstation 2 Spiele.
Insgesamt war der Trip eine super Erfahrung von der ich jetzt ein bisschen zehren muss, da in den nächsten 2.5 Wochen einiges an Arbeit/Party ansteht. Außerdem freue ich mich nun schon auf den nächsten Trip in Kalifornien.