Samstag, 22. August 2009

Donnerstag, 20. August 2009

Leben in Lawrence und Fuehrerschein

Hallo alle zusammen. Hier ist partytechnisch ganz schoen viel los. Vorgestern hab ich mich spontan entschlossen auf ein Konzert von irgendeiner Ami-Band zu gehen. Als wir vor der Halle ankamen, war die Halle leider schon voll und wir mussten umplanen. Vor der Halle haben wir auch noch ein paar Deutsche getroffen die wir dann in unser Haus eingeladen haben. Insgesamt waren folgende Leute am Start: Adam (Mitbewohner), Jarryd (Mitbewohner), dessen Studienkollegin und 3 Deutsche die ich hier kennengelernt habe.
Am naechsten Tag habe ich noch ein paar organisatorische Dinge erledigt und bin dann ins Uni-Fitnesscenter gegangen. Das Center ist sehr gross und man kann soweit ich gesehen habe folgende Sportarten betreiben: Basketball, Tennis, Squash, Klettern, Leichtathletiklaufbahn, Tischtennis und Fitness. Im Fitnessstudio habe ich mich mit Adam und Dustin (Honduras) getroffen und wir haben unsere Muskeln spielen lassen;-)
Danach habe ich mit Dustin und ein paar Amerikanern Basketball gespielt. Mir wurden beim 5 gegen 5 meine Grenzen aufgezeigt. Die spielen das hier naemlich jeden Tag, was man auch gesehen hat.
Danach bin ich zum Sportclubbasar, auf dem sich die verschiedenen Sportclubs vorgestellt haben. Ich hab mich dort mal auf die E-Mail Liste vom Prisonball (Voelkerball) Club eingetragen. Ich werde wohl mal hingehen.
Wo wir schon gerade beim Thema Sport sind. Ich habe mich auch fuer einen Kickball-Kurs (Baseball mit dem Fuss), bei dem ich 1 Credit erhalten werde, eingetragen. Ausserdem habe ich mich noch fuer 4 normale Kurse eingemeldet, von denen ich den langweiligsten nach 1 bis 2 Wochen weglassen werde.

Heute wollte ich meinen Fuehrerschein beantragen. Also bin ich mit Jarryds Auto zum Fuehrerschein Office gefahren und habe ihn beantragt. Der Polizei-Officer in meiner Uni hat mir vorher erzaehlt, dass ich keine Pruefung machen muss, da ich den Deutschen Fuehrerschein habe. Weit gefehlt! Als ich dort ankam haben wir erstmal den Papierkram erledigt und dann hat mir der Sachbearbeiter auf einmal einen Fuehrerscheintest in die Hand gedrueckt. Da hab ich erstmal geschluckt. An sich war der Test bis auf ein paar Fragen ziemlich leicht. Bei den Fragen um Maßeinheiten wie Geschwindigkeit (mph) oder Enfernungen (feet) hatte ich so meine Probleme. z.B. Wie schnell darf man innerorts fahren 25mph oder 30mph. Also hab ich mein Handy rausgeholt und umgerechnet. 30mph = 48 kmh. Ausserdem hab ich im Test auch ein neues Verkehrsschild gesehen. Sieht so ähnlich wie ein Stopschild aus, nur ohne dem Wort Stop. Ich hab dann irgendwas plausibles angekreuzt und hatte Glück. Im Endeffekt hatte ich dann vom 25 Fragen eine falsch. Ich hätte 5 Fehler machen können;-) Da kann man sich ja vorstellen was in den USA auf den Straßen so rumfährt.
Danach bin ich 15min mit einem Fahrprüfer durch Lawrence gefahren. Das einzige wo ich kurz gezögert habe, wenn eine Ampel rot ist, darf man in den USA trotzdem vorsichtig rechts abbiegen.
Meinen Führerschein bekomm ich jetzt demnächst zugeschickt.
Am Nachmittag war ich wieder im Fitnesscentrum Tischtennis spielen. Ich wurde von meinem WG-Mitglied zerlegt. Nach meiner anfänglich Euphorie, als ich während der Orientierungswoche gegen die meisten Chinesen gewonnen habe, folgte heute die Ernüchterung;-)
Morgen geht die Uni los. Mal gucken wie des so wird.

Bis demnächst!

Montag, 17. August 2009

Neues Haus

Hi Leute! Ich war am Freitag zufaellig auf meiner ersten Hausparty in den USA. Ich fang mal von Anfang an.
Die Abschlussparty der Orientierungswoche war eher ein Essen als eine Party, so dass wir uns um 23:00 Uhr in einer Disko verabredet haben. Ich bin dann mit meinem Roommate und den internationalen Studenten losgezogen, um das Nachtleben unsicher zu machen. Der Club an sich war ganz cool, aber der DJ war bescheiden. Um 1:40 Uhr wurde der Club leider schon dicht gemacht und wir mussten uns eine Alternative suchen. Das war aber keine Problem, da ich von fremden Leuten auf 3 verschiedene Hauspartys eingeladen wurde.
Ich hab mich dann letztendlich fuer die Party bei einem Ukrainer entschlossen. Ich bin dann um ca. 4:30 Uhr ins Bett, um um 7:45 Uhr wieder aufzustehen und mit den Fulbright-Leuten zu Garagenverkaeufen zu fahren. Mittags stand dann das Highlight des Tages an, die Schlacht um kostenlose Moebel. Ca. 100 meist internationale Studenten haben um zahlreiche Moebelstuecke gekaempft. Jarryd(WG-Mitglied) und ich haben einen Schreibtisch 3 Stuehle und ein bisschen Kleinkram ergattern koennen. Nach ca. 10 min war alles weg. Es war also keine Schlacht, sondern eher ein Blitzkrieg;-)
Am Nachmittag bin ich dann in mein Haus eingezogen und wir haben mit dem Einrichten begonnen. Das Haus sieht jetzt ganz gut aus, aber wir haben noch bisschen was zu tun. Mein Zimmer ist eigentlich nahezu fertig. Ich habe ein Queen-Size Bett, einen Schreibtisch, Regale und Licht.
Am Dienstag bekommen wir Internetanschluss. Dann lad ich auch ein paar Bilder von meinem Zimmer/Haus hoch.
Erwaehnenswert sind noch meine Nachbarinnen! Gegenueber ist naemlich das Haus einer weiblichen Studentenverbindung, die gerade neue Mitglieder rekrutiert. Deshalb singen die mehrmals pro Tag Lieder, um zu zeigen wie gluecklich sie sind.

Bis bald!

Freitag, 14. August 2009

Internationale Orientierungswoche



Jetzt hab ich endlich wieder Zeit mich zu melden und die letzten 2 Wochen zusammenzufassen.
Vor der Orientierungswoche habe ich mit einem Chilenen fuer ca. 7 Tage zusammengewohnt. In dieser Apartmentanlage wohnen ausserdem noch weitere Fulbright Studenten aus Suedamerika so das immer jemand zum kochen, Fahrrad fahren oder reden da war. Um mich bei den Suedamerikanern zu bedanken habe ich und jetzt kommts Schnitzel gekocht. Ist mir denk ich nach einigen Schwierigkeiten letztendlich gut gelungen und alle waren zufrieden.

In der ersten Woche in Lawrence war ich ausserdem viel mit dem Fahrrad unterwegs und habe ein paar Sachen in der Uni erledigt. An einem schwuelen Nachmittag ist mir die Idee gekommen, dass ich doch mal joggen gehen koennte, was ich nach 30 min bei 35 Grad bitter bereut habe. Als ich wieder zuhause angekommen bin war mir leicht schwindelig.

Und jetzt zur Orientierungswoche. Als ich beim Studentenwohnheim angekommen bin hab ich erstmal ca. 100 Chinesen gesehen die alle einchecken wollten. Insgesamt haben 300+ internationale Studenten an der Orientierungswoche teilgenommen. Die deutschen Studenten sind nach der enormen Masse an Asiaten die zweitgroesste nationale Gruppe. Am ersten Tag habe ich uebrigens auch die Leiterin der Orientierungswoche getroffen, die wie der Zufall es so will aus Rosstal kommt. Sie heisst Anne Stahr und vom sehen her hab ich sie schon gekannt.

Mein spartanisches Zimmer habe ich mir uebrigens mit einem Chinesen geteilt, der Guangdong heisst und dessen englischer Name Darwin ist. Nun ein paar Details zum Studentenwohnheim, indem ich jetzt Gott sei Dank nicht mehr wohnen muss. Das Bett war ein Stockbett und immer wenn man sich bewegt hat, hat es fuerchterliche Geraeusche von sich gegeben, so dass mein Schlaf in der ersten Nacht gegen 0 konvergiert ist.Ich wuensche den Studenten viel Spass die dort ein Jahr leben muessen.

Waehrend der Orientierungswoche hatten wir viele Infoveranstaltungen, die mal mehr mal weniger interessant waren. Die wichtigen waren Gesundheitscheck und der Englischtest. Gestern musste ich den Englischtest machen, welcher 4,5 Stunden gedauert hat. Er war aber leichter als der TOEFL-Test, dennoch habe ich im Writing-Teil ein eher schlechts Gefuehl, da ich meine Argumente immer gleich aufgebaut habe.Naja bin ja Mathestudent und ich hoffe die nehmen mir das nicht uebel. Im schlimmsten Fall muss ich uebrigens einen Sprachkurs belegen.

Waehrend der Orientierungswoche habe ich ausserdem folgende Sportarten ausprobiert: American Football, Tischtennis gegen Chinesen, Kopfballtischtennis, Fussball, Jogging. Am lustigsten war es ein paar deutschen Maedels und danach ein paar Asiaten Kopfballtischtennis beizubringen. Ausserdem war ich erstaunt, dass ich im Tischtennis, nach kleiner chinesischer Technikschulung, einige Chinesen besiegen konnte.

Gestern war ich auf der Fulbright-Hausparty auf der ich einige Fulbrighter aus verschiedenen Nationen kennengelernt habe. Ausserdem haben wir einige Gegenstaende fuer unsere Wohnungen geschenkt bekommen. Ich habe folgendes bekommen: Matraze, Waeschekorb, Glaeser, Teller, Lampe, Buegeleisen bekommen.

Heute habe ich meinen zweiten Mitbewohner getroffen, Jarryd, 23 Jahre, Geschichtsstudent. Meine Mitbewohner und ich waren heute zusammen in der Mensa essen und haben uns ein bisschen unterhalten.

Am Abend steht noch die Abschiedsparty der Orientierungswoche an. Morgen werde ich bei einigen Garagenverkaeufen vorbeischauen und an der Uni-Hausparty teilnehmen, wo man sich alle Moebel nehmen darf die man kriegen kann. Ein erfahrener Student hat mir erzaehlt, dass es morgen Krieg um die Moebel geben wird;-) Angeblich sollen sich die asiatischen und indischen Studenten zu einer Streitmacht formieren und alles nehmen was sie kriegen koennen. Bin mal gespannt, ob ich dagegenhalten kann.

Morgen ziehe ich, nach dem 5. Umzug in den USA, auch endlich in mein Haus ein. Von dort meld ich mich dann wieder, wenn ich Internetanschluss habe.

Donnerstag, 6. August 2009

Von Nashville nach Lawrence

Von Nashville nach Lawrence

6. August 2009

Da bin ich wieder;-) Die letzten Tage waren ziemlich stressig, deswegen hatte ich keine Zeit mich zu melden.

Zusammenfassung Nashville:
Am 2. Tag waren wir auf einem Baseball Spiel, welches wirklich sehr sehr langweilig war. Das ist der langsamste und langweiligste Sport den ich je gesehen habe. In den zahlreichen Pausen gab es nicht mal Cheerleader oder Musik. Deshalb sind wir ca. nach der Hälfte des Spiels gegangen und sind ein bisschen durch die Innenstadt gelaufen. Bis Mitternacht waren dann einige Internationale Studenten und ich in einer kleinen Disko.
Am 3. Tag waren wieder einige Vorträge und Mitmach-Workshops auf dem Programm. Am Abend waren wir in einem wirklich guten Restaurant, vielleicht auch teuren Restaurant (Fulbright hat bezahlt). Als Hauptgang habe ich Chicken Margarita bestellt, was wirklich extrem gut geschmeckt hat.

Lawrence

Tag 1
Der Grund warum ich während der letzten Tage so wenig Zeit hattte, war folgender: ich musste mir ein Shuttle vom Flughafen nach Lawrence und ein Hotel für die ersten Tage organisieren. Währenddessen war ich in Kontakt mit der Fulbright-Gruppe in Lawrence, die mir letztendlich den Shuttle-Service abgenommen haben. Heute ist mein letzter Tag im Rodeway Inn Hotel, in welchem seit 30. Juli wohne. Es ist in Nord-Lawrence und doch recht weit von der Universität entfernt, was ich am zweiten Tag bemerkt habe. Am 30. Juli wurde ich von einem Fulbrighter noch ein bisschen herumgefahren, um ein Prepaid-Handy und ein Fahrrad zu finden. Das Prepaid-Handy hab ich im Wal-Mart, ein Supermarkt in dem es alles gibt und der riesengroß ist, gefunden. Das billigste Fahrrad für 79$ hab ich leider erst heute zufällig im Wal-Mart gefunden.
Außerdem habe ich heute meinen ersten Kulturschock erlebt. Ich habe mir in einer Pizzeria ein Pizza Calzone bestellt, die hier leider nur aus Teig und Käse besteht.


Tag 2:
An diesem Tag hatte ich keine Fulbright-Unterstützung, also hab ich mich auf den Fußmarsch zur Uni gemacht. In google-maps sah der ganze Fußmarsch nicht so schlimm aus. Im Endeffekt bin ich an diesem Tag bei 30 Grad aber 7 Meilen, ca. 11 Kilometer gelaufen. Folgendes hab ich dabei erledigt: Termin mit einem Berater gemacht und Unterkunft für die Orietierungswoche dazugebucht. Außerdem habe ich in einem Gebraucht-Fahrrad-Geschäft nach billigen Fahrrädern gesucht. Die wollten für den größten Schrott 200$ haben.

Tag 3:
Heute wurde ich von einem Fulbrighter in der früh abgeholt, um mit anderen Internationalen auf Apartment-Suche zu gehen. Außerdem waren im Wal-Mart, wo ich endlich mein Fahrrad mit Licht, Luftpumpe und Schloss gekauft habe. Am späten Nachmittag hatte ich dann noch einen Termin bei einem Haus mit meinen neuen Mitbewohnern. Das Haus ist wirklich groß, hat einen Garten und ist eigentlich für 4 Personen gedacht. Wir werden es ab 15. August zu dritt beziehen. Trotzdem ist mir die Entscheidung nicht leicht gefallen, da das Haus aktuell von einer Messie-Familie bewohnt wird. Die Maklerin hat uns aber versichert, dass sie eine Reinigungsfirma bezahlen wird. Die Messies haben jetzt keinen Müll in ihrem Haus und wirklich dreckig ist es auch nicht, aber es liegt extrem viel Zeug auf dem Boden.
Mein Mitbewohner sind Adam, 27 Jahre, Mathestudent, der wirklich sehr nett ist. Außerdem wird noch ein Geschichte-Student miteinziehen, den ich bisher nicht kenne, der aber laut Erzählung sehr nett sein soll.
Jetzt werde ich das Abenteuer WG wohl eingehen. Kosten wird mich der Spaß für 10 Monate, 440 $ im Monat Miete+ Kosten für Wasser, Strom, Gas, Internet, Fernseher. Ich bin ca. 1 min mit dem Fahrrad vom Mathegebäude entfernt. Außerdem ist der Weg flach und ich muss mich nicht um die wirklich steilen Hügel in Lawrence kümmern.

Morgen werde ich vom Hotel zu einem Mexikanischen-Fulbrighter ziehen und dort bis zum Beginn der Orientierungswoche wohnen. Die Uni ist übrigens sehr schön. Hab auch ein paar Fotos gemacht, die ich in bald für jedermann zugänglich machen werde